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Ein
Geständnis
Seit
jeher haben mich technische Gerätschaften
interessiert. Das wäre zwar noch nichts besonderes, aber zum
Entsetzen
meiner
Umwelt handelte es sich bevorzugt um altes, veraltetes oder
schrottreifes dem
ich mein Augenmerk widmete. Meinen Forscherdrang trieb stets die Frage
an ob denn tatsächlich ein
merkbarer technischer Fortschritt stattgefunden habe. Um dies
herauszufinden musste ich Material sammeln, dieses restaurieren
um
es dann im Test zu vergleichen.
Soweit
ich mich erinnere war es im Jahr 2001 als ich von einem damals
Achtzehnjährigen gefragt wurde wie man denn zehn Jahre zuvor
überhaupt "leben" konnte ohne Laptops, Breitband -
Internetverbindung und Mobiltelefonie, er meinte diese Frage
übrigens durchaus ernst.
Man konnte, sogar recht gut, genauso gut wie man noch Jahre früher
ohne weiteres ohne Fernsehgeräte leben konnte. Andererseits kostet
es
einiges an Überzeugungsarbeit diejenigen, welche die
Verarbeitungsqualität einstiger Geräte rühmen daran zu
erinnern, dass die Preise dieser langlebigen Kostbarkeiten auch
dementsprechend enorm waren. Als ich
geboren wurde war eine Festplatte einer Kapazität einiger Megabyte
so groß wie eine Waschmaschine und so teuer wie ein kleines
Flugzeug, folglich wurden sie auch nicht gekauft sondern gemietet.
Je
mehr ich mich aber mit nostalgischem Gerät beschäftigte, desto
nüchterner und zunehmend weniger romantisch gestaltete sich meine
Sichtweise bis hin zur Erkenntnis: "Der Zeit ihre Medien und den Medien
ihre Zeit!" Philosophen
könnten
sich auch den Kopf darüber zerbrechen ob Thomas von Aquin
glaubwürdiger wäre oder nicht falls wir heute weit über
700jährige Videoclips mit Interviews von ihm hätten. Es
erfordert aber weder Hellseher noch Philosoph zu sein um festzustellen,
dass die technische Aufmachung oder Übertragungsqualität rein
gar nichts über den Inhalt auszusagen vermag, sondern nur in der
Lage ist sogar kleine Mängel schamlos offenzulegen. Was sagte einst
Marconi zum Fernsehen? "Toll dieser
Fortschritt, die Fehler, welche ich in meiner Anfangszeit nur
hören konnte, diese kann man nun sogar sehen..". Was ist
dem noch hinzuzufügen?
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Der
Bogen meines Interesses an (Technik-) geschichte spannt sich aufgrund
der Schnellebigkeit insbesondere digitaler Systeme daher auch
bis in die jüngste Vergangenheit, ist doch vielfach der Gegensatz
zwischen Vorvorgestern und Vorgestern bei weitem nicht so groß
wie jener zwischen gestern und heute.
Die
treibende Kraft mit penibler Genauigkeit Veränderungen zu
dokumentiern kommt auch daher, dass ich Dinge, welche ich für
alltäglich und minder bedeutsam gehalten habe oft vergaß
festzuhalten. Wie schwierig im Nachhinein die Beschaffung von
Erinnerungsbildern werden könnte ist selten das Motiv für
eine Dokumentation, somit ist manch "Alltägliches" später
verloren - während von vorn herein als "historisch" oder
"brandneu" empfundenes geradezu inflationär dokumentiert wird.
Überraschungen
kann es freilich immer geben, manch "totgesagtes"
hält erstaunlich lang durch, während vermeintlich
"immerwährendes" oder "zeitloses" schon gern sang und klanglos
verschwunden ist.
Nur
ein "wenig" Bürokratie?
Kaum
zu glauben wie schnell es ging und "Zensur" wurde im Internet
ebenso ein Thema wie die Pflicht zum "Impressum" oder aufwändige
Vorkehrungen zur Verhütung von Verletzungen des Urheberrechtes.
Ein Schelm, der nun meint die Schuld den Juristen und ihren (angeblich
gar nicht so blühenden?) Phantasien zuzuschreiben. Letztere
sind vielmehr Erfüllungsgehilfen der Politik, welche angetrieben
von der meist veröffentlichten Meinung stets um immer mehr
Regelungen und Kontrollen bemüht ist. Denkbar, dass ich sogar
illegal handle, wenn ich das hier notwendige "Impressum" ex- und
implizit angebe indem ich hoch und heilig verspreche, dass ich
selber der Urheber dieser Webseite bin:
Albrecht Pechinger
Sollingergasse 36
A - 1190 Wien
Tel.: +43 664 39 65 084
eMail: albrecht@pechinger.net
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